Sterne, Mond und Horizont
Auf Himmelswegen durch Sachsen-Anhalt
am 22. Juni 2008, 16.30 Uhr bis 17.15 Uhr im MDR FERNSEHEN
Seit dem 23. Mai 2008 ist sie im Landesmuseum fĂŒr Vorgeschichte in Halle wieder zu Hause und kann in Augenschein genommen werden: die Himmelsscheibe von Nebra, einer der bedeutendsten archĂ€ologischen Funde unserer Zeit. Diese Ă€lteste Sternenabbildung der Welt ist 3600 Jahre alt. Nach einer aufwĂ€ndigen Umgestaltung des gesamten Museums in Halle ist sie der Mittelpunkt der Schau und steht im Zentrum des Publikumsinteresses. Um die Himmelsscheibe herum bietet die Ausstellung in mehreren groĂen SĂ€len Einblicke in das Leben und die Denkvorstellungen unserer frĂŒhen Vorfahren aus der Steinzeit und der Bronzezeit, fĂŒhrt zurĂŒck zu den Wurzeln der europĂ€ischen Kulturgeschichte. Die Himmelsbeobachtung, der Einfluss von Sonne und Mond, der Lauf der Gestirne spielte bereits in den frĂŒhen Kulturen in Mitteldeutschland eine groĂe Rolle.
Sachsen-Anhalt besitzt einige FundstĂ€tten von internationalem Rang die darĂŒber Auskunft geben. Auf einer einmaligen Touristikroute im SĂŒden des Landes können die einzelnen Stationen besucht werden. Der Film folgt den âHimmelswegen durch Sachsen-Anhaltâ und fĂŒhrt zuerst nach Nebra, zum geheimnisvollen Fundort der Himmelscheibe und in die Arche Nebra. Das spektakulĂ€re Informations- und Erlebniszentrum, das in seiner Ă€uĂeren Form einer schwebenden, goldenen Barke nachempfunden ist, versucht mit einem Planetarium und auĂergewöhnlichen Inszenierungen die 3.600 Jahre alten SternenrĂ€tsel der Ă€ltesten Himmelsdarstellung fĂŒr das Publikum zu lösen. Einige Kilometer weiter in Goseck taucht der Film noch tiefer ein in die Geschichte der Zivilisation. Vor 7.000 Jahren entstand hier ein Sonnenobservatorium. Es ist einer der frĂŒhesten archĂ€ologischen Belege fĂŒr eine systematische Himmelsbeobachtung. Erst 1991 wurde das Observatorium entdeckt, StĂŒck fĂŒr StĂŒck ausgegraben und originalgetreu rekonstruiert. ArchĂ€ologen und Astronomen geben im Film Auskunft ĂŒber die Denk- und Vorgehensweise unserer frĂŒhen Vorfahren bei der Beobachtung und Deutung der Himmelserscheinungen. Szenische Darstellungen lassen uns eintauchen in eine Welt tausende Jahre vor unserer Zeit. Zum Beispiel am Steinkammergrab von LangeneichstĂ€dt. Irgendwann zwischen 3.600 und 2.700 Jahren vor Christus wurde es angelegt. Ein Menhir mit einer mystischen Ritzung einer Dolmengöttin erzĂ€hlt vom Fruchtbarkeitskult und den Jenseitsvorstellungen der Menschen zu dieser Zeit. Ein ĂŒber Jahrtausende magischer Ort, der noch heute zu Pfingsten zahlreiche Besucher zu einem Fest anlockt.
Der Film âSterne, Mond und Horizontâ begibt sich auf eine archĂ€ologische Zeitreise und bietet zusammen mit namhaften ArchĂ€ologen und Himmelsforschern Einblicke in die Welten der Stein- und Bronzezeit, wie wir sie wohl nur an den Himmelswegen in Sachsen-Anhalt finden.
- 1: Besucherinformation.
- 2: Aktuelles.
- 2.1: Nachrichten-Archiv.
- 3: Kontakt.
- 4: Der Fundort der Himmelsscheibe.
- 5: Die Arche Nebra.
- 6: FĂŒhrungen und Aktivangebote.
- 7: Sonderschau 2012: EISZEITRIESEN.
- 8: Veranstaltungen 2012.
- 9: Tagen und Feiern....
- 10: Presse.
- 11: Literatur.
- 12: Tourismus.
- 13: Förderer.
- 14: Partner.
- 15: Suchen und Finden.


