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12.11.2007

Alte Technik — neue Formen

Kunstschmiede zeigen Schmuck in der Arche Nebra

Alte und neue Schmiedekunst treffen am 24. und 25. November in der Arche Nebra aufeinander. Das Besucherzentrum am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra hat Kunstschmiede eingeladen, die ihr Können und ihre Arbeiten im Rahmen eines vorweihnachtlichen „Basars“ präsentieren. Von 10 bis 17 Uhr kann an beiden Tagen in entspannter Atmosphäre über den Basar gebummelt werden. Anspruchsvolle Produkte verführen zum Kauf. Dazu gibt es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm der Arche Nebra.

Die Verbindung von alten und neuen metallkünstlerischen Formen gerade in der Arche Nebra liegt nahe — widmet sich das Besucherzentrum doch mit der Himmelsscheibe von Nebra einem ganz besonderen Objekt der Schmiedekunst. Die 3600 Jahre alte Himmelsscheibe, die im Jahr 1999 ganz in der Nähe des heutigen Besucherzentrums gefunden wurde, zeigt die älteste bislang bekannte konkrete Himmelsdarstellung der Welt. Gleichzeitig beweist die aufwendig hergestellte Bronzescheibe mit Goldauflagen, dass man sich in dieser Region schon früh auf komplexe Schmiedekunst verstand.

Gold- und Silberschmiede von heute nehmen nun die Herausforderung an und zeigen ihre Arbeiten. Mit ambitionierten Werken sind Schmuckdesigner und Goldschmiede zu Gast, die an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle studiert haben: Beate Eismann, Rudolf Kocéa und Ann Schmalwaßer, Yvonne Galley-Knappe und Friedemann Knappe sowie Gunther Graf bringen anspruchsvolle Metallkunst mit in die Arche Nebra. Außerdem präsentiert sich Büttner Schmuck aus Bad Suderode. Die Gold- und Silberschmiede bringt nicht nur ihre Serie Himmelsscheibenschmuck mit, sondern auch andere vielfältige Erzeugnissen aus eigener Herstellung. Gern werden sich manche Künstler auch bei der Arbeit über die Schulter schauen lassen. Ab 13 Uhr können alle interessierten Besucher in einer Offenen Werkstatt selbst experimentieren und Schmuck aus Goldblech herstellen.

Lasst Bronze sprechen! Unter diesem Titel wird der Exkurs zur Schmiedekunst abgerundet mit „Blitzführungen“ zu prähistorischen Schmuckstücken in der Präsentation der Arche Nebra. Schmuckfunde, die vom Schönheitsbewusstsein der bronzezeitlichen Kultur zeugen, stehen in der Arche Nebra meist im Schatten der Geschichte um die geheimnisvolle Himmelsscheibe. Das Thema Schmuck lässt die Besucher die Präsentation der Arche Nebra ganz neu entdecken. Termine sind um 12.45 Uhr, 13.45 Uhr und 16.15 Uhr.

Darüber hinaus werden wie immer sonntags öffentliche Führungen durch die Dauerpräsentation der Arche Nebra zur Geschichte der Himmelsscheibe angeboten (13.10 Uhr, 14.10 Uhr und 15.10 Uhr, Preis: 2,00 € pro Person).

Der Eintritt ins Besucherzentrum Arche Nebra beträgt an diesen beiden Tagen ausnahmsweise: 8,50 € pro Person, ermäßigt 5,00 €. Darin enthalten sind die Schmuckpräsentation, die Themenführungen zum Schmuck, der Besuch der Dauerpräsentation sowie die Planetariumsshow.

Information:
T: 034461/25520
Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailinfo(at)himmelsscheibe-erleben.de