Von Zeit zu Zeit — Allgegenwärtig und unbegreifbar
Ab 11. März 2010 bis 31. Oktober 2010
Sie läuft, drängt, verstreicht und zieht sich. Wir gehen mit ihr, verlieren und gewinnen sie, vertreiben sie, schinden sie, (ver)missen sie und (ver)messen sie — die Zeit.
Was ist Zeit? Unterschiedliche Lesarten und Wissenswertes rund um die Zeit sind in der Präsentation zu entdecken. Philosophische Fragen und hochkomplizierte Zusammenhänge wie etwa Albert Einsteins Relativitätstheorie, die Theorie vom Urknall, die Entstehung der Zeitzonen der Erde, die Zeitrechnung unterschiedlicher Kulturen und vieles mehr werden mit einer Prise Humor serviert.
Sowohl die „objektive“ Zeitmessung — mit Uhren und Kalendern — als auch das subjektive Zeitempfinden — wie lange dauert was? — sind Gegenstand der neuen Sonderpräsentation.

- Astrolabium
Die heute in zivilisierten Gesellschaften überwiegend genutzten Zeitmaße sind astronomischen Ursprungs. Die sich aus der Beobachtung der Sonne und des Mondes ergebenden Zeiteinteilungen in Tage, Monate und Jahre setzte der Mensch im Laufe der Zeit in verschiedene Systeme zur Zeitmessung um. So entstand zum Beispiel das Sonnenobservatorium in Goseck in der Jungsteinzeit, die Himmelsscheibe von Nebra in der frühen Bronzezeit und später Sonnenuhren, Sanduhren, mechanische Uhren bis hin zur Atomuhr. Anhand von historischen Originalobjekten, die von Museen und wissenschaftlichen Einrichtungen als Leihgaben zur Verfügung gestellt werden, stellt die Präsentation unterschiedliche kulturelle Lösungen für die Zeiteinteilung vor.

- Kanzeluhr
Ältestes Objekt in der Schau ist ein Astrolabium aus dem 13./14. Jahrhundert. Messinstrumente, die in der Seefahrt eingesetzt wurden, wie zum Beispiel ein Sextant (um 1813) und ein Marinechronometer, eine Kanzeluhr aus dem Jahr 1716, die kuriose „Mittagskanone“ aus dem Jahr 1750, bei der sich — ausgelöst durch die Sonne — um 12 Uhr ein Schuss löst oder eine Dezimaluhr aus der Zeit der französischen Revolution — dies sind nur einige Beispiele für Möglichkeiten der Zeitmessung.
Zeit wird aber nicht nur gemessen, sondern jeder einzelne Mensch erlebt, erfährt und fühlt sie. Wie lange braucht zum Beispiel das menschliche Herz, um unser Blut durch den gesamten Kreislauf zu pumpen? Wie lange braucht eine Radiowelle, um von der Erde zum Mars und zurück zu gelangen? Wie lange träumt der Mensch nachts? Oder auch: Wie lautet der Weltrekord im statischen Apnoetauchen? Kein Mensch denkt gern daran, dass sein Leben endlich ist, aber gegenüber dem Alter der Sonne oder des ältesten Baums in Sachsen-Anhalt drängt sich diese Erkenntnis auf. Lebenszeit ist relativ. Das wird deutlich, wenn die durchschnittliche menschliche Lebenserwartung der Lebenserwartung verschiedener Tiere — von der Vogelspinne bis zur Eule —, oder der „Lebenszeit“ roter Blutkörperchen oder Spermien gegenüber gestellt wird.
Damit die Zeit auch in der Sonderpräsentation erlebbar ist, ist der Besucher zum Mitmachen eingeladen: Nicht nur Sehen und Lesen, sondern Anfassen und Ausprobieren stehen bei den verschiedenen Experimentierstationen auf dem Programm.
- 1: Besucherinformation.
- 2: Aktuelles.
- 3: Kontakt.
- 4: Die Arche Nebra.
- 5: Der Mittelberg.
- 6: Führungen und Aktionen.
- 7: Sonderpräsentation 2010.
- 7.1: Begleitprogramm.
- 7.2: Führungen und Aktionen.
- 7.3: Preise.
- 8: Veranstaltungen.
- 9: Workshops.
- 10: Familientage und Kinderaktionen.
- 11: Tagen und Feiern....
- 12: Presse.
- 13: Literatur.
- 14: Tourismus.
- 15: Förderer.
- 16: Partner.
- 17: Suchen und Finden.

