Großes Sommerfest
Die Sommersonnenwende, bildlich festgehalten auf der Himmelsscheibe von Nebra, ist der längste Tag im Jahr. Viel Zeit also für ein volles Festprogramm in und um die Arche Nebra sowie auf dem Mittelberg: Kinderaktionen, Vorträge, Führungen, Musik, Speis und Trank, ein stimmungsvoller Sonnenuntergang mit kulinarischen Köstlichkeiten vom Berghotel zum Edelacker... Feiern Sie mit uns!
Termin: Samstag, 26. Juni 2010
Information:
T: 034461-25520
info(at)himmelsscheibe-erleben.de
Bis zum Sonnenuntergang, der am Fundort auf dem Mittelberg um etwa 21.30 Uhr beobachtet werden kann, gibt es am Samstag, 26. Juni, ab 11 Uhr rund um die Arche Nebra viel zu erleben: An „Sonnenstationen“ erfahren große und kleine Entdecker mit Hilfe von Teleskopen und Experimenten mehr über die faszinierenden Phänomene der Sonne. Die Stationen werden fachlich betreut von Mitgliedern der Gesellschaft für astronomische Bildung e. V. aus Halle. Neben den Astronomiefans kommen auch Archäologiebegeisterte nicht zu kurz: Nachwuchsarchäologen haben bei der Aktion „Schippen, Scherben, Schätze“ Gelegenheit, auf spielerische Weise eine archäologischen Ausgrabung kennen zu lernen. Mit Schippen und Pinseln werden bei einer „Übungsgrabung“ spannende Fundstücke zutage gefördert. Wie Metallgegenstände schon in der Vorgeschichte gegossen wurden, verdeutlicht die Gusswerkstatt: Dort dürfen sich Interessierte im Gießen von kleinen Himmelsscheiben aus Zinn versuchen. Wer möchte, kann darüber hinaus am Ballonflugwettbewerb teilnehmen und einen sonnengelben Ballon in den Himmel entsenden. Wird die anhängende Karte vom Finder zurückgeschickt, gibt es freien Eintritt in die Arche Nebra. Die Stationen sind den ganzen Tag von 11 bis 17 Uhr in Betrieb. Für musikalisches Sommerflair sorgt die Uni-Jazzband Halle. Darüber hinaus werden öffentliche Führungen durch die Arche Nebra, durch die aktuelle Sonderschau „Von Zeit zu Zeit“ und zum Fundort der Himmelsscheibe auf dem Mittelberg angeboten.
Um 17 Uhr ist der bekannte Berliner Autor und Coach Olaf Georg Klein mit dem Vortrag „Zeit als Lebenskunst“ zu Gast. Viele Menschen haben das Gefühl, dass ihre Zeit fast immer zu schnell vergeht. Olaf Georg Klein zeigt, dass nicht „die Zeit“ daran schuld ist, sondern die Vorstellung des Menschen von der Zeit. Der unterhaltsam referierende Autor dürfte vielen Zuhörern bekannt sein — er schrieb neben „Zeit als Lebenskunst“ auch den Bestseller „Ihr könnt uns einfach nicht verstehen — Warum Ost- und Westdeutsche aneinander vorbeireden“. Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderschau „Von Zeit zu Zeit — Allgegenwärtig und unbegreifbar“, die zurzeit in der Arche Nebra zu sehen ist.
Stimmungsvoller Höhepunkt des Sommerfestes — wenn auch nicht genau am Tag der Sommersonnenwende — ist der Sonnenuntergang, den die Menschen möglicherweise schon vor 3600 Jahren zur Zeit der Himmelsscheibe vom Mittelberg aus betrachtet haben. Bei dezenter Illumination in der Dämmerung und kleinen kulinarischen Köstlichkeiten des Berghotels „zum Edelacker“ am Fuß des Aussichtsturms auf dem Mittelberg lässt sich dies gegen 21.30 Uhr nacherleben. Gästeführer der Arche Nebra geben Interessierten Orientierung dabei. Mit etwas Glück ist bei klarer Sicht der Harz mit dem Brocken zu sehen, ein markanter Orientierungspunkt für die bronzezeitlichen Nutzer der Himmelsscheibe von Nebra.
Am Tag der Sommersonnenwende selbst, am 21. Juni — in diesem Jahr ein Montag — ist der Aussichtsturm auf dem Mittelberg ebenfalls länger geöffnet. Dort kann gegen 21.30 Uhr in ähnlicher Form die Sommersonnenwende beobachtet werden.
Das Besucherzentrum ist am 26. Juni von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Aussichtsturm am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra auf dem Mittelberg ist bis 22 Uhr zugänglich. Es verkehrt ein kostengünstiger Shuttlebus zwischen Arche Nebra und Mittelberg. Der Eintritt in das Besucherzentrum beträgt 7,50 € pro Person, ermäßigt 4,00 €, Familienkarten gibt es für 16,00 €. Führungen in der Arche Nebra kosten 2,00 € pro Person. Der Besuch des Aussichtsturms ist kostenlos. Die Aktionsangebote und der Vortrag sind kostenfrei und können unabhängig vom Eintritt in die Arche Nebra besucht werden.
Die Arche Nebra gehört zur Tourismusroute der Himmelswege, die archäologisch bedeutende Orte im südlichen Sachsen-Anhalt miteinander verbindet. Wer Lust auf noch mehr Himmelswege hat, besucht zum Beispiel das Landesmuseum für Vorgeschichte mit dem Original der Himmelsscheibe von Nebra oder das Sonnenobservatorium Goseck. Am Sonnenobservatorium, einer rekonstruierten Kreisgrabenanlage der Jungsteinzeit — im Original errichtet vor etwa 7000 Jahren — wird zurzeit gebaut, das Informationszentrum im Schloss Goseck ist aber von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
TIPP:
Der Referent Olaf Georg Klein ist auch am Sonntag, 27. Juni, noch in Nebra. Wer sich über den Vortrag am Samstag hinaus für das Thema Zeit interessiert, kann an dem Workshop „Zeit als Lebenskunst“ teilnehmen. Klein regt die Teilnehmer dazu an, alternative Zeitvorstellungen zu entwickeln und neu und souverän in der Zeit zu leben. Der vierstündige Workshop beginnt um 14 Uhr. Er kostet 65,00 € pro Person. Um Anmeldung bis 13. Juni wird gebeten.
Mehr Informationen zum Workshop gibt es
hier.


- 1: Besucherinformation.
- 2: Aktuelles.
- 3: Kontakt.
- 4: Die Arche Nebra.
- 5: Der Mittelberg.
- 6: Führungen und Aktionen.
- 7: Sonderpräsentation 2010.
- 8: Sonderpräsentation 2011.
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- 10: Workshops.
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