Veranstaltung:

Archäologische Exkursion

Mit LDA-Archäologin Dr. Mechthild Klamm geht es zu unbekannten und verborgenen Bodendenkmälern in der Umgebung um Nebra.

Auf Initiative der Arche Nebra führt Dr. Mechthild Klamm, Archäologin am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Archäologie-Fans zu Hügelgräbern, Burgwallanlagen und anderen obertägig sichtbaren Spuren vorgeschichtlichen menschlichen Handelns. Dabei ist der Radius mit Laucha, Wohlmirstedt und Spielberg weit gefasst. Ausgangs- und Endpunkt für die Exkursion ist die Arche Nebra.

Treffpunkt: vor der Arche Nebra

Kosten

10,00 € pro Person, ermäßigt 8,00 €
Anmeldung erforderlich

Ablauf

Da für die Überwindung der Wegstrecken zwischen den einzelnen Fundorten ein Auto notwendig ist, werden vor Ort Fahrgemeinschaften gebildet. Es wird empfohlen, Proviant mitzunehmen, nach Absprache wird unterwegs eingekehrt. Die Exkursion endet voraussichtlich gegen 15 Uhr.

Im Anschluss haben die Teilnehmer noch genügend Zeit für einen Besuch in der Arche Nebra. Exkursionsteilnehmer können die Präsentationen an diesem Tag zum ermäßigten Preis besuchen.

Information und Anmeldung

T: 034461-25520
info(at)himmelsscheibe-erleben.de


Die archäologische Exkursion mit Dr. Mechthild Klamm führt zu Bodendenkmälern unterschiedlicher vorgeschichtlicher Epochen, alle jedoch in der näheren Umgebung von Nebra. Als mögliche Exkursionsstationen sind Wendelstein und Allerstedt, Tröbsdorf, außerdem Wetzendorf oder Karsdorf sowie Spielberg geplant. Änderungen sind je nach verfügbarer Zeit und Zugänglichkeit der Fundorte vorbehalten.

Manche Bodendenkmäler liegen verborgen, manches ist zugewachsen oder schlecht zugänglich – was den Archäologen ganz recht ist, verhindert die Unzugänglichkeit doch auch, dass Befunde versehentlich oder gar absichtlich zerstört werden. Vieles ist aber auch nur schlecht zu erkennen – zumindest mit bloßem und ungeschultem Auge. Bei letzterem hilft Dr. Mechthild Klamm. Die Archäologin des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt war viele Jahre als Gebietsreferentin zuständig für den Süden Sachsen-Anhalts. Sie kennt die Region und auch ihre verborgenen archäologischen Schätze. Und sie kann auch unscheinbar wirkende Bodendenkmäler so erklären, dass deren Bedeutung deutlich wird – ob es sich nun um flache Grabhügel oder eindrucksvollere Burgwallanlagen handelt.

Bereits eingeplant sind überdies Entdeckungen »am Weg«: In manchen Dörfern wie zum Beispiel in Karsdorf oder Wetzendorf, sind hier und da Häuser zu sehen, die noch in Lehmbauweise errichtet wurden. Möglicherweise sind hier Reste einer uralten Bautradition greifbar. Immerhin deuten bestimmte Lehmfunde aus Grabungen in der Region darauf hin, dass hier Massivlehmbauten schon in vorgeschichtlicher Zeit gebaut wurden.

Regelmäßige Besucher der archäologischen Vorträge in der Arche Nebra werden nicht verwundert sein über die Fülle an archäologischen Spuren in der Umgebung um Nebra. In den Referaten über aktuelle Ergebnisse von Grabungen zum Beispiel bei Karsdorf, Wetzendorf, Wennungen u.a. ist immer wieder deutlich geworden, dass der Mensch hier bereits in vorgeschichtlicher Zeit großräumig in seine Umgebung eingegriffen hat. Die Flussniederungen an Unstrut und Saale waren bereits dicht besiedelt. Die zahlreichen archäologischen Fundpunkte und die Bodendenkmäler, die heute noch sichtbar sind, sind somit eingebettet in eine uralte Kulturlandschaft, deren bis zu 7000 Jahre alte Spuren in Form von Siedlungen, Wegen und Wirtschaftsbereichen heute bei Grabungen vielfach zutage treten. Nicht von ungefähr wurde in dieser Umgebung auch die Himmelsscheibe von Nebra genutzt und niedergelegt.