Familienaktionstag:

Das erste »Kleid«

Spinnen, weben und färben wie in der Jungsteinzeit

Textile Funde sind selten in der Archäologie. Eher geben Spinnwirtel, Webgewichte und Reste der Färbepflanzen Auskunft über die Techniken der vorgeschichtlichen Textilherstellung. Wir probieren diese Techniken gemeinsam aus.

Kosten

4,00 € pro Teilnehmer
Anmeldung empfohlen

Information

T: 034461-25520
info(at)himmelsscheibe-erleben.de


Textilien gehören zu den eher seltenen und deshalb bemerkenswerten Funden in der Archäologie. Früheste Funde von Textilien, die sich für Kleidung geeignet haben, datieren in Mitteleuropa in das 4. Jahrtausend v. Chr. Dabei handelt es sich zum Teil um erstaunlich feine Gewebe, deren Leinenfäden eine Dicke von weniger als einem halben Millimeter haben konnten. Die pflanzlichen oder tierischen Fasern wurden mit der Handspindel gesponnen und je nach Bedarf sicherlich auch gefärbt mittels färbenden Pflanzen wie zum Beispiel dem Schöllkraut oder Färberwau. Webstühle in jungsteinzeitlichen Häusern sind archäologisch durch zahlreiche Funde von Webgewichten nachgewiesen.

Einen solchen sogenannten Gewichtswebstuhl können interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Familienaktionstag kennen lernen. Der Nachbau eines prähistorischen Gewichtswebstuhls, annähernd in Originalgröße, steht zum Ausprobieren zur Verfügung. Grundlage der Textilproduktion ist der Faden, dessen Herstellung mit der Handspindel und Spinnwirtel Kinder, aber auch Erwachsene selbst versuchen können. An kleinen Webrahmen darf schließlich jeder Teilnehmer ein eigenes kleines Webstück aus Wolle zum Mitnehmen herstellen. Neben den pädagogischen Mitarbeiterinnen der Arche Nebra ist als sachkundige Expertin für Wollverarbeitung Petra Kliem vor Ort, die eine Woll- und Filzwerkstatt in Kalbsrieth betreibt. Ihr können Interessierte beim Färben von Schafwolle über die Schulter schauen.