Veranstaltung:

»Gut Brand!« – Köhlertage

Fünf Tage lang dreht sich alles um die traditionelle Herstellung von Holzkohle. Bereits in der Bronzezeit wurde systematisch Holzkohle gewonnen, die man für die Verhüttung von Kupfer benötigte. Hartmut Thienen ist einer der letzten Wanderköhler im Harz. Er baut vor der Arche Nebra einen Meiler auf und demonstriert die alte Handwerkstechnik.
Foto: SLUB Dresden / Deutsche Fotothek / Verlag A. und R. Adam

Programm

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag, 29./30./31.8.+1.9.2017

Aufbau der Kohlenmeiler

Köhler Hartmut Thienen schichtet eigenhändig den Meiler mit Buchenholz auf. Sobald der Meiler entzündet ist, braucht dieser ständige Betreuung. Drei Tage muss er bewacht und umsorgt werden. Der Köhler übernachtet deshalb auch in der Nähe seines Meilers.

Keine Kosten, freier Zutritt zum Gelände

Übrigens: Hartmut Thienen köhlert besonders gern für Kinder. Er hat viel zu erzählen von »Schwarzen Männern« und ihrem »Schwarzen Gold«.

Aktionen für Schulklassen können über die Arche Nebra gebucht werden.

Kontakt: Annett Börner, T: 034461-255213


Sonnabend, 2.9.2017

Thementag: Köhlerei im Harz

Holzkohle war von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Auch die Verhüttung von Kupfer in der Bronzezeit wäre ohne Holzkohle nicht möglich gewesen. Köhler Hartmut Thienen ist weiter den ganzen Tag vor Ort, erläutert die notwendigen Arbeiten am brennenden Meiler und steht für alle Fragen zur Verfügung. Es steckt eine Menge Arbeit in einem Stück Holzkohle nach historischer Produktionsweise.

Keine Kosten, freier Zugang zum Gelände

10–16 Uhr Aktivangebot: Perlenwerkstatt

Runde und ovale Perlen aus farbigem Glas werden über offener Glut aus farbigem Glas gefertigt. Durch Aufschmelzen von andersfarbigen Glasauflagen entstehen schöne Verzierungen. Zum Fädeln von Ketten oder anderen Schmuckstücken stehen weitere Perlen zur Verfügung.

Mit Andreas Eckardt (Archäopädagoge, Dresden)

16 Uhr Familienvortrag: Kulturgeschichte der Köhlerei

Noch vor 100 Jahren zogen hierzulande Köhler durch die Wälder. In unzähligen Kohlenmeilern verschwelten sie Holz zu Holzkohle. Zwischen den Meilern verständigten sie sich mit der »Hillebille«, dem Signalinstrument der Köhler. Eine Hillebille hat Peter Feldmer von der Köhlerei Stemberghaus in Hasselfelde auch dabei. Er erzählt sehr anschaulich, was das Köhlerhandwerk ausmachte – mit vielen Bildern und authentischen Gegenständen.

Referent: Peter Feldmer (Harzer Köhlerverein e.V.)

18 Uhr Abendvortrag: Letzte Zeugen der Köhlerei – Die archäologische Erforschung der alten Meilerplätze im Harz.

Auch heute noch finden sich Spuren intensiver Köhlerei im Harz. Anfangs noch in Gruben- und später in immer größer werdenden Platzmeilern wurden enorme Mengen an Holzkohle hergestellt, um den wachsenden Bedarf für die Verhüttung von Erzen zu decken. Mit der Technik des Laserscannings ist es möglich, diese Meiler exakt zu verorten und zu untersuchen.

Referentin: Anna Swieder (Archäologin, Halle/Saale)

Kosten

Aktivangebot 5,00 € pro Teilnehmer, Vorträge je 4,00 €
Anmeldung für das Aktivangebot erforderlich

Information und Anmeldung

T: 034461-25520
info(at)himmelsscheibe-erleben.de


Sonntag, 3.9.2017

Ernte der Kohlenmeiler

Brennt der Meiler zu stark, verbrennt das Holz. Brennt er zu wenig, bleibt wertloses angekohltes Holz übrig. Hat der Köhler aber alles richtig gemacht, verwandelt sich binnen drei Tagen gutes Holz in sehr gute Holzkohle. Die »geerntete« Holzkohle steht zum Verkauf bereit.

Freier Zutritt zum Gelände

10–16 Uhr Aktivangebot: Nagelschmiede

Ausgestattet mit Lederschürze, Hammer und Nageleisen werden an einer kleinen Lehm-Esse Nägel oder Haken geschmiedet. Angelehnt an den mittelalterlichen Nagelschmied, muss das Feuer mit einem Doppelblasebalg in Gang gehalten werden.

Mit Andreas Eckardt (Archäopädagoge, Dresden)

Kosten

5,00 € pro Teilnehmer
Anmeldung für das Aktivangebot erforderlich

Information und Anmeldung

T: 034461-25520
info(at)himmelsscheibe-erleben.de