Themenabend:

Lichtmess und Sternenfunkeln im Winter

Eine Vielzahl christlicher Feste und volkstümlicher Traditionen verbindet sich mit »Lichtmess« am 2. Februar, wenn der »lichte Tag« rund eine Stunde länger ist als am 24. Dezember. In Mitteldeutschland haben sich an einigen Orten zum Teil merkwürdig anmutende Bräuche und Feste bis heute erhalten.
Vogelmänner Vogelmänner

Programm:

  • 18 Uhr Vortrag: Sonnenbräuche in Vorgeschichte und Gegenwart
  • 19.00 Uhr Imbiss
  • 20.15 Uhr Live-Planetarium: Sterne und Planeten im Winter
  • 21 Uhr Himmelsbeobachtung mit Teleskopen

Referentin: Mechthild Meinike (Planetarium Merseburg)

Kosten

17,50 € pro Person, ermäßigt 12,00 €, inkl. Imbiss
Anmeldung erforderlich

Information und Anmeldung

T: 034461-25520
info(at)himmelsscheibe-erleben.de


In Zeiten, wo die Menschen noch in der Natur und von der Natur lebten, wurde der Sonnenlauf besonders beobachtet. Die Menschen fragten sich, wann nach einem langen entbehrungsreichen und dunklen Winter die Tage endlich wieder länger und wärmer werden. Die Sonne wurde zum Teil religiös als Gottwesen verehrt, und man huldigte ihr in den verschiedensten Riten. Sicherte doch ihr Wohlwollen das irdische Überleben. Noch heute werden die verschiedensten Sonnenbräuche zur Anbetung des Taglichtgestirns und zum Vertreiben der »Wintergeister« begangen. Mechthild Meinike, Astronomin und Planetariumsreferentin des Planetariums Merseburg, geht in ihrem Vortrag am Beispiel des Lichtmess-Festes alten Traditionen besonders in der mitteldeutschen Region nach und versucht, den Ursprung manch rätselhafter Gestalten und merkwürdig anmutender Bräuche zu ergründen. Was hat es zum Beispiel mit den geheimnisvollen »Vogelmännern« auf sich? »Lichtmess« ist am 2. Februar, wenn der »lichte Tag« rund eine Stunde länger ist als am 24. Dezember.

Nach einem kleinen Imbiss präsentiert Mechthild Meinike in einer Live-Show im Planetarium der Arche Nebra »Sterne und Planeten im Winter« und erläutert sowohl die jahreszeitlich begrenzt sichtbaren Sternbilder als auch solche, die man das ganze Jahr über am Himmel entdecken kann. Mit Hilfe der himmlischen Figuren und ein paar einfachen Merkregeln ist es möglich, sich zeitlich und räumlich zu orientieren. Gerade in den langen, klaren Winternächten zeigen sich die zahlreichen Sternbilder in besonderer Brillianz und Farbigkeit am Himmel. Wie das Funkeln der Sterne überhaupt entsteht, kann Mechthild Meinike ebenfalls erklären.

Im Anschluss daran gegen 21 Uhr geht es nach draußen vor die Arche Nebra. Der Blick durch das Teleskop ermöglicht – bei klarem Wetter – die Planeten und Sterne aus größerer Nähe zu betrachten. Zu sehen sind im Idealfall der Planet Jupiter mit seinen Monden im Sternbild »Stier«, Doppelsterne, die Plejaden und andere Sternenhaufen sowie der Orionnebel. Für die Himmelsbeobachtungen draußen ist ausreichend warme Kleidung zu empfehlen.

Der Themenabend endet gegen 22 Uhr. Zwischen Vortrag und Planetariumsshow ab etwa 19 Uhr besteht die Möglichkeit, durch die Arche Nebra zu schlendern oder ein kleines Imbissangebot wahrzunehmen.