Themenabend:

Sommersonnenwende am Fundort der Himmelsscheibe

ACHTUNG: DIESE VERANSTALTUNG IST AUSGEBUCHT! Ohne Licht gäbe es kein Leben auf unserer Erde. Woher kommt das Licht, und was ist Licht überhaupt? Wie entstehen Finsternisse, und wie beeinflusst das Licht unseren Alltag? Die ASTROlinos beantworten diese Fragen in der SternFrageZeit – für Kinder und Erwachsene.

In Kooperation mit der Gesellschaft für astronomische Bildung e.V.

Programm:

Ab 16 Uhr Sonnenbeobachtung und astronomische Experimente vor der Arche Nebra (kostenfrei)

18 Uhr SternFrageZeit für ALLE mit den ASTROlinos im Planetarium

19 Uhr Live-Planetariumsshow: Der Sommerhimmel über dem Mittelberg

19.45 Uhr Geführte Wanderung zum Mittelberg, Imbiss und Beobachtung des Sonnenuntergangs

Kosten

17,50 € pro Person, ermäßigt 12,00 €
Anmeldung erforderlich

Information und Anmeldung

T: 034461-25520
info(at)himmelsscheibe-erleben.de


Aufgrund der guten Resonanz im letzten Jahr startet der Arche-Nebra-Themenabend zur Sommersonnenwende auch in diesem Jahr wieder um 16 Uhr mit astronomischen Experimentierstationen und Teleskopen zur Beobachtung der Sonne vor dem Besucherzentrum Arche Nebra. Das Programm gestalten die ASTROlinos aus Halle. Ab 18 Uhr heißt es dann im Planetarium der Arche Nebra »SternFrageZeit für ALLE«. Dort geben die ASTROlinos verständliche und kindgerechte Antworten und Erklärungen auf spannende astronomische Fragen. In diesem Jahr war im März bereits eine Sonnenfinsternis zu sehen, und Ende September ereignet sich noch eine totale Mondfinsternis. Deshalb widmen sich die ASTROlinos besonders dem Thema »Licht und Finsternis«. Ohne Licht gäbe es kein Leben auf der Erde – wer mehr über die Bedeutung des Lichts erfahren will, wissen will, woher es kommt, was Licht überhaupt ist und wie es unseren Alltag beeinflusst, ist an diesem Abend richtig in der Arche Nebra. Nicht zuletzt kann dann auch die Frage geklärt werden, wie das Gegenteil von Licht, die Finsternis, entsteht – insbesondere natürlich die Sonnen- und Mondfinsternisse.

Die ASTROlinos sind Kinder, die sich für Sterne, Planeten, Galaxien und die Raumfahrt interessieren. Es ist der Nachwuchs der Gesellschaft für astronomische Bildung e.V. (GAB) aus Halle, die die Treffen der ASTROlinos dreimal im Monat wissenschaftlich begleitet. Dort lernen die Kinder spielerisch den Weltraum kennen und betrachten die Erde von einem ungewohnten Blickwinkel aus. Sie lernen, sich am Sternenhimmel zu orientieren und wie man ein Teleskop bedient. Und vor allem geben sie ihr Wissen bei verschiedenen Aktionen auch gern an andere Kinder weiter. Die »SternFrageZeit für ALLE« ist eine dieser regelmäßigen Aktionen, die sich nicht nur an Kinder, sondern natürlich auch an interessierte Erwachsene richtet.

Nach der Frage- und Antwortstunde zeigt um 19 Uhr die GAB in einer Live-Schau im Planetarium »Den Sommerhimmel über dem Mittelberg«. Unter dem Motto »Der Schwan auf der Milchstraße« erklären die Astronomen unter anderem das sogenannte Sommerdreieck. Man kann es gedanklich nachzeichnen, indem man die Hauptsterne der Sternbilder Leier, Adler und Schwan mit einer Linie verbindet.

Um 19.45 geht es dann zu Fuß zum Mittelberg und zum Fundort der Himmelsscheibe. Dort erwartet die Teilnehmer bis zum Sonnenuntergang ein kleiner Imbiss. Zur Sommersonnenwende wird es nicht richtig dunkel, da die Sonne nicht 18° unter dem Horizont erreicht. Der längste Tag des Jahres und die Sommersonnenwende spielen bekanntlich eine besondere Rolle bei der astronomischen Deutung der Himmelsscheibe von Nebra. Vom astronomischen Aussichtsturm auf dem Mittelberg kann man mit etwas Glück und bei klarem Wetter gegen 21.30 Uhr beobachten, wie die Sonne hinter dem Harzmassiv mit dem Brocken untergeht. Der Brocken war vermutlich auch für die Nutzer der Himmelsscheibe von Nebra vor 3600 Jahren ein markanter Orientierungspunkt. Die seitlich an der Himmelsscheibe angebrachten sogenannten Horizontbögen beschreiben die Sonnenauf- und -untergangspunkte im Verlauf eines Jahres. Der Termin der Sommersonnenwende wird also durch den Endpunkt eines Horizontbogens markiert. Diese astronomischen Zusammenhänge erklärt ein Gästeführer der Arche Nebra, der die Gäste auf ihrem Weg vom Besucherzentrum zum Mittelberg begleitet. Aber auch wer den Aussichtsturm nicht besteigt, kann den Sonnenuntergang eindrucksvoll erleben. Stellt man sich auf die im Boden markierte Sichtachse zum Brocken, kann man beobachten, wie sich die Sonne exakt in dem Spalt, der durch den Turm verläuft, nach unten zu bewegen scheint. Auch die GAB ist auf dem Mittelberg mit von der Partie und bietet noch einmal Teleskopbeobachtungen an. So lassen sich am Abendhimmel des 20. Juni gegen 22.30 Uhr zwei oder drei Planeten beobachten. Ob der Jupiter in westlicher Richtung zu sehen ist, hängt von der Horizontlage ab. Auf jeden Fall können aber der rötlich schimmernde Mars im Südwesten und der Saturn im Süden beobachtet werden. Außerdem können die Teilnehmer versuchen, das sogenannte Sommerdreieck live am Nachthimmel zu entdecken.