Vor- und Frühgeschichte des Burgenlandkreises
Teil 1: Von den Urmenschen in Bilzingsleben bis zur Himmelsscheibe von Nebra
Referent: Bernd W. Bahn (Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt: 2,00 €
Information:
T: 034461-25520
info(at)himmelsscheibe-erleben.de
Am Mittwoch, 6. Januar 2010, beginnt eine neue Vortragsreihe im Besucherzentrum Arche Nebra. Zu Gast am Dreikönigstag ist Bernd W. Bahn mit dem Vortrag „Vor- und Frühgeschichte des Burgendlandkreises“. In seinem ersten Vortragsteil „Von den Urmenschen in Bilzingsleben bis zur Himmelsscheibe von Nebra“ beschäftigt sich der Hallesche Archäologe mit den ältesten Funden bis in die Frühbronzezeit.
Ausgangspunkt für Bahn ist dabei zunächst der Naturraum des Burgenlandkreises. Die Beschaffenheit der Landschaft und ihre Eignung für menschliche Besiedlung sind gerade für das Verständnis der frühesten Zeugnisse menschlicher Aktivität von großer Bedeutung. Bahn zeigt sowohl regionale wie auch mitteleuropäische Kulturzusammenhänge auf, die das Gebiet des Burgenlandkreises berühren oder Spuren hinterlassen haben, und nennt bedeutende Fundorte und Fundstellen im Kreisgebiet. Für die Altsteinzeit sind das etwa die Rastplätze bei Wangen, Breitenbach bei Zeitz, und Fundstellen bei Saaleck. Bahn geht auf die Frage der vielen jungsteinzeitlichen Steinbeile auf der Finne ein und stellt Ergebnisse der Großgrabungen der letzten beiden Jahrzehnte, vor allem im Bereich von Trassen, vor. Für die Bronzezeit sind das etwa das Gräberfeld und die Großsiedlung bei Wetzendorf.
Der langjährige Kenner der regionalen Archäologie betont Wert und Schutz von Bodendenkmalen und archäologischen Funden. Nicht zuletzt hebt er die unentbehrliche Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie hervor, deren Arbeit wesentlich dazu beiträgt, dass die professionellen Denkmalschützer Kenntnis von wichtigen Fundstellen erhalten. Bahn geht darüber hinaus auf den noch nicht ausgeschöpften Nutzen von (Boden-)Denkmalen und lebendiger Geschichtsvermittlung ein, der den Tourismus im Saale-Unstrut-Gebiet weiter steigern kann.
Bernd W. Bahn hat sich bereits als Schüler archäologisch betätigt. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Junge Historiker“ nahm er unter der Leitung von Hellmut Drescher, dem damaligen Museumsleiter auf der Neuenburg, an ersten kleinen Grabungen und Notbergungen z. B. in Tröbsdorf und Balgstädt teil. Er studierte Ur- und Frühgeschichte sowie Geografie in Halle (Saale) und Jena. Bis 1989 arbeitete Bahn in Thüringen, zuletzt war er Abteilungsleiter Bodendenkmalpflege im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Der engagierte Archäologe war darüber hinaus 18 Jahre lang im Vorstand der Archäologischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt und zwölf Jahre im Vorstand des Mittel- und ostdeutschen Verbandes für Altertumsforschung tätig. Mittlerweile im Ruhestand engagiert sich Bahn noch in der Arbeitsgruppe Welterbe-Antrag für das Saale-Unstrut-Gebiet.
Bernd W. Bahn ist im am Mittwoch, 3. Februar, erneut als Referent zu Gast in der Arche Nebra. Dann ist der zweite Teil seines Vortrags „Von den Germanen von Bornitz bis zu Ekkehard I.“ zu hören.
- 1: Besucherinformation.
- 2: Aktuelles.
- 3: Kontakt.
- 4: Die Arche Nebra.
- 5: Der Mittelberg.
- 6: Führungen und Aktionen.
- 7: Sonderpräsentation 2010.
- 8: Sonderpräsentation 2011.
- 9: Veranstaltungen.
- 10: Workshops.
- 11: Familientage und Kinderaktionen.
- 12: Tagen und Feiern....
- 13: Presse.
- 14: Literatur.
- 15: Tourismus.
- 16: Förderer.
- 17: Partner.
- 18: Suchen und Finden.
