Event

Vorführung: Bronzezeitliche Glasperlenherstellung

Glasperlen in der Bronzezeit

Leuchtend blau, glänzend und vor mehr als 3.000 Jahren eine echte Kostbarkeit: Glasperlen gehörten in der Bronzezeit zu den besonderen Schmuckstücken. Glas war ein künstlich geschaffenes Material, dessen Herstellung großes handwerkliches Können und hohe Temperaturen erforderte. Metallische Zusätze ermöglichten intensive Farben wie Türkis oder tiefes Blau.

Wichtige Zentren der frühen Glasherstellung lagen im 2. Jahrtausend v. Chr. unter anderem in Ägypten und Mesopotamien. Von dort gelangten Glas und Glasperlen über weitreichende Austausch- und Handelsnetzwerke bis nach Mittel- und Nordeuropa. Chemische Analysen zeigen heute, dass das Material für manche bronzezeitlichen Glasperlen über Tausende Kilometer transportiert wurde.

Die kleinen Schmuckstücke sind damit zugleich Zeugnisse einer erstaunlich vernetzten bronzezeitlichen Welt. Über große Entfernungen wurden Rohstoffe, Waren, Technologien und Wissen ausgetauscht.


Live-Vorführung in der Arche Nebra

Daniela Cohnen, Archäologin mit Schwerpunkt Ur- und Frühgeschichte, macht die historische Glasperlenherstellung während der Vorführung praktisch erlebbar. Besucherinnen und Besucher können beobachten, wie wie aus den Rohmaterialien zunächst Glasfluss und schließlich Glasperlen entstehen, und erfahren mehr über Materialien, Herstellungstechniken und die Entwicklung des Werkstoffs Glas.

Ergänzend finden öffentliche Führungen durch die Arche Nebra statt. Sie vermitteln Wissenswertes zur Himmelsscheibe von Nebra und zur bronzezeitlichen Lebenswelt und beinhalten auch den Besuch des Planetariums.

Vorführung: 11:00–16:00 Uhr
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: nicht erforderlich

Öffentliche Führungen: 11:00 Uhr und 12:00 Uhr
Kosten: 3,00 € pro Person zzgl. Eintritt
Anmeldung: nicht erforderlich

blaue Perlenkette in einem braunen Schälchen, daneben eine blaue Glasperle mit gelben Verzierungen, die noch auf einem Stab steck
© Daniela Cohnen.